K-Projekt Process Analytical Chemistry (PAC)

Im Rahmen des K-Projektes "PAC - Process Analytical Chemistry - Data Acquisition and Data-Processing" (PAC) sollen die Methoden der Prozessanalytik zu neuen Anwendungsbereichen und zu neuen Qualitätsniveaus weiterentwickelt werden. Entwickelt wird an den konkreten Aufgabenstellungen und an den Prozessen der beteiligten Unternehmenspartner - wodurch ein unmittelbarer Nutzen für die Partner sichergestellt ist.

 


Daten und Fakten:

Laufzeit: 
4 Jahre (01.09.2010 - 31.08.2014)                           

                      PAC_Logo

         
Förderprogrammlinie:   
COMET - Competence Centers for Excelent Technologies (Abwicklung durch FFG)
Fördergeber: Bund (BMWFW, BMVIT); Land OÖ
Projektpartner: 10 Unternehmenspartner; 7 Wissenschaftliche Partner
Konsortialführer:    
RECENDT GmbH
Projektstruktur: 6 Teilprojekte


Motivation:

Die europäische chemische und biochemische Industrie ist absolute Weltspitze!
8 von 15 der weltweit größten Unternehmen haben ihren Sitz in der EU. Außerdem stammen 29% des weltweit mit Chemieprodukten getätigten Umsatzes aus der EU. Aber auch diese Industriezweig muss sich künftigen Herausforderungen stellen und mit steigenden Kosten, knapper werdenden Rohstoffen, kletternden Energiepreisen und dem wachsenden Konkurrenzdruck vor allem aus Asien fertig werden.

Prozessanalytik (englisch Process Analytical Chemistry - PAC) ist bei vielen dieser Herausforderungen der Schlüssel zum Erfolg! Mit genauerer Kenntnis des Prozesses ist eine punktgenaue Steuerung und Optimierung des Prozesses möglich - und dadurch eine signifikante Kosten- und Rohstoffeinsparung bei steigender Ausbringung und höherer Produktqualität realisierbar. Echte automatisierte inLine-Prozessanalytik ermöglicht (im Unterschied zur offline-Analytik im Labor) ein sofortiges regelndes Eingreifen in den Prozess. Neben den rein kommerziellen Aspekten, die eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Unternehmen sicherstellt, ist durch gesteigerte Sicherheit (Anlagensicherheit, Arbeitnehmerschutz, Sicherstellung der Einhaltung von Umweltschutzauflagen und Grenzwerten, Reduktion von Abfallprodukten) auch ein klarer Nutzen für die gesamte Bevölkerung und die Umwelt gegeben.

Prozessanalytik war bereits im vergangenen Jahrzehnt eines der entwicklungsintensivsten Fachgebiete in der Entwicklung chemischer Prozesse und dennoch ist auch in diesem Fachgebiet noch viel zu tun!


Themen:

  • Das generieren verlässlicher Messdaten aus den unterschiedlichsten Prozessen der Partner (Flüssigkeiten, Gase; batch-Prozesse, kontinuierliche Prozesse; unterschiedlichste Stoffe und Anwendungen)
  • Die Weiterentwicklung der Methoden zur Messdatenerfassung (FT-NIR, MIR, QCL, orthogonale Sensorik, virtuelle Sensoren)
  • Die rasche Auswertung der Messdaten um in Echtzeit die daraus abgeleitete chemische Information für die Prozesssteuerung zur Verfügung stellen zu können
  • Die Weiterentwicklung der Methoden zur Messdatenauswertung und Datenanalyse (neue Modellbildungsalgorithmen Chemometrie, Fuzzy-Methoden, selbstlernende Algorithmen, neue SW-Tools, hardwarenahe Implementierung der Algorithmen)


Ziele:

Ziel des Projekts ist es, stichhaltige chemische Informationen direkt von der Prozesskette in Echtzeit zu erhalten. Diese Informationen sollen genutzt werden, um eine Optimierung von chemischen Prozessen zu ermöglichen.

Konkret setzt sich das PAC-Konsortium mit folgenden Fragen auseinander:

  • Welche chemischen Informationen sind nötig um den Prozess zu optimieren?
  • Welches Messprinzip hat das Potential stichhaltige Daten zu liefern?
  • Wie können aus diesen Daten hilfreiche prozessoptimierende Informationen gewonnen werden? 


Ergebnisse/Erfolge:

Die Ergebnisse und Erfolge des K-Projekts PAC sind in den "Success Stories" abgebildet.

Publikationen im Rahmen von PAC finden Sie hier!